rzm_0008_diagnostik_mammographie_1.jpg

Bildgebende Mammadiagnostik

Für die bildgebende Mammadiagnostik (Brustuntersuchung) stehen drei verschiedene bildgebende Verfahren zur Verfügung. Je nach Lebensalter, Vorgeschichte und Fragestellung ergibt sich die Indikation für eine Untersuchung mit einer oder mehrerer Methoden.

Volldigitale, dosissparende Mammografie

Die digitale Mammographie ist die zentrale Untersuchungsmethode für die Mammadiagnostik. Dies gilt sowohl für die Früherkennung von Brustkrebs, als auch für die Abklärung bei klinischen Beschwerden.

Wir führen alle Mammographien in direkter digitaler Technik durch. Weder Film noch Folien werden für die Bildaufnahme eingesetzt, so dass die eingesetzte Röntgenstrahlung nahezu verlustfrei in Bildinformation umgewandelt wird. Dies führt zu einer erheblichen Dosisreduktion. Die Kompression der Brust spielt nach wie vor eine wichtige Rolle, da dadurch ein erheblicher Beitrag zur Reduktion der Dosis und zur Verbesserung der Bildqualität geleistet wird.

Alle Bilder werden digital archiviert und können jederzeit zu Vergleichszwecken heran gezogen werden.

In der Regel wird ergänzend zur Mammographie noch eine Ultraschallunteruchung durchgeführt. Die Kernspintomographie der Brust erfolgt bei speziellen Fragestellungen.

Mammasonographie

Hochauflösende Mammasonografie mit tissue harmonic imaging

Die Sonographie (Ultraschall) der Mamma ist bei Frauen unter 40 Jahren in der Regel die primäre Untersuchungsmethode. Sie sollte darüber hinaus als Ergänzung zur Mammographie angewendet werden. Die Untersuchung ist auch während einer Schwangerschaft problemlos möglich. 

Die Sonographie eignet sich hervorragend zur Abklärung von Tastbefunden. Zysten können sehr einfach von soliden Herdbefunden unterschieden werden. Neben der Untersuchung des Brustdrüsengewebes kann auch eine Darstellung der Lymphknoten in der Achselhöhle erfolgen. Die Sonographie hat keinen Stellenwert bei der Detektion von Mikrokalk und spielt daher bei der Früherkennung nur eine untergeordnete Rolle.

Mamma-MRT

Mamma-MRT (1,5 und 3T) mit optimierter Sequenztechnik

Die Mamma-MRT hat eine sehr hohe Sensitivität und auch Spezifität in Bezug auf die Detektion eines bösartigen Befundes.

Es gibt eine Reihe von Indikationen mit wissenschaftlich gesichertem Nutzen. Nur die fettgedruckten Indikationen sind im Rahmen der gesetzlichen Versicherung erstattungsfähig.

Über den sinnvollen Einsatz der Mamma-MRT beraten wir Sie gerne.

  • Differenzierung von Narbe und Tumorrezidiv bei Zustand nach brusterhaltender Therapie. Die Untersuchung sollte bei begründetem Verdacht erfolgen und kann frühestens ein Jahr nach Abschluss der Strahlentherapie durchgeführt werden. Wurde keine Strahlentherapie durchgeführt kann die Untersuchung frühestens 6 Monate postoperativ erfolgen.

  • Klinischer Verdacht auf Mammakarzinom, ohne dass der Tumor mit Mammographie und/oder Sonographie gefunden werden konnte.

  • Regelmäßige Früherkennung bei Patientinnen mit erhöhtem familiären Risiko für Mammakarzinom. Zuvor muss eine genetische Beratung durchgeführt werden. Diese findet normalerweise bei einem Facharzt(-ärztin) für Humangenetik oder Gynäkologie statt.
  • Präoperative Planung bei bereits histologisch gesichertem Mammakarzinom. Insbesondere bei lobulärem Karzinom und bei bekanntem familiären Risiko für ein Mammakarzinom. Auch bei einer Diskrepanz der geschätzten mammographischen und sonographischen Tumorgröße von > 1 cm ist der Einsatz sinnvoll.
  • Abklärung eines mammographischen Befundes, der nur in einer Ebene sichtbar ist und sonographisch nicht lokalisiert werden kann.
  • Unter Umständen zur Überwachung der Wirksamkeit einer neoadjuvanten Chemotherapie bei mammographisch und sonographisch diskrepanten Befunden.
  • Abklärung einer blutigen Sekretion, wenn eine zuvor durchgeführte Galaktographie nicht aussagekräftig ist oder technisch nicht gelingt.

Interventionelle Mammadiagnostik

Sonografische Stanzbiopsie

Die Nachfrage von sonografisch geführten Biopsien ist stark gestiegen. Wir führen diese in der bewährten, hohen Qualität durch.

Stereotaktische Vakuumbiopsie

Ab sofort bieten wir die bioptische Abklärung von mammografischen Befunden unter Röntgenkontrolle an. Für die Betreuung Ihrer Patientinnen steht ein erfahrenes Team bereit.

MRT Vakuumbiopsie

Wir bieten die MRT-geführte Vakuumbiopsie in München-Pasing an.

München-Pasing

Radiologie Zentrum

Pippinger Straße 25
81245 München

München Innenstadt

Kernspintomographie und Mammadiagnostik

Nymphenburger Straße 110
80636 München

Gräfelfing

Kernspin- und Computertomographie

Waldstraße 3a und 7
82166 Gräfelfing