Morbus Crohn erkennen: Welche Rolle spielt die radiologische Bildgebung?

Wiederkehrende Bauchschmerzen, Durchfälle oder ein allgemeines Krankheitsgefühl können viele Ursachen haben. Gerade deshalb ist es für Betroffene oft schwer zu erkennen, wann hinter den Beschwerden mehr steckt als eine vorübergehende Verdauungsstörung. Morbus Crohn gehört zu den Erkrankungen, die sich nicht immer sofort eindeutig zeigen. Umso wichtiger ist ein genauer Blick auf die Beschwerden, den Verlauf und mögliche Hinweise im Körper. Neben dem ärztlichen Gespräch und weiteren Untersuchungen kann auch die radiologische Diagnostik dazu beitragen, ein klareres Bild zu gewinnen. Welche Möglichkeiten sie bietet und warum sie bei Verdacht auf Morbus Crohn eine wichtige Rolle spielt, zeigt dieser Beitrag.

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Morbus Crohn erkennen

Was ist Morbus Crohn?

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, bei der sich Bereiche des Verdauungstrakts immer wieder entzünden können. Die Krankheit verläuft häufig schubweise: Phasen mit stärkeren Beschwerden wechseln sich mit ruhigeren Abschnitten ab. Wie ausgeprägt die Symptome sind, unterscheidet sich von Person zu Person.

Grundsätzlich kann die Entzündung jeden Part des Verdauungssystems betreffen. Besonders häufig zeigt sie sich jedoch im letzten Abschnitt des Dünndarms und im Dickdarm. Typisch ist außerdem, dass entzündete und gesunde Darmabschnitte direkt nebeneinanderliegen können. Dadurch entsteht oft ein sehr individuelles Beschwerdebild.

Häufige Symptome bei Morbus Crohn

  • wiederkehrende, krampfartige Bauchschmerzen, häufig im rechten Unterbauch
  • anhaltende oder schubweise auftretende Durchfälle
  • Blähungen, Übelkeit oder ein vermindertes Hungergefühl
  • Müdigkeit, Erschöpfung und eine reduzierte Belastbarkeit
  • ungewollter Gewichtsverlust durch Entzündung, Appetitmangel oder gestörte Nährstoffaufnahme
  • Fieber, erhöhte Entzündungswerte oder ein allgemeines Krankheitsgefühl
  • Beschwerden im Analbereich durch häufige Toilettengänge, z. B. durch Einrisse der Haut (Analfissur)

Die genaue Ursache ist bis heute nicht vollständig geklärt. Fachleute gehen davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenspielen, etwa eine gestörte Immunreaktion, genetische Veranlagung, Umweltfaktoren und Veränderungen der Darmflora.

Wichtig zu wissen: Die Erkrankung ist nicht ansteckend und entsteht nicht durch eine einzelne Ursache.

Morbus Crohn erkennen: Diagnostik als Grundlage der Behandlung

Bevor Morbus Crohn behandelt werden kann, muss zunächst geklärt werden, ob die Beschwerden tatsächlich auf eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung zurückgehen.

Oben genannte Symptome können wichtige Hinweise geben. Derartige Beschwerden können aber auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, etwa bei Infektionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Reizdarmsyndrom, Colitis ulcerosa oder weiteren entzündlichen Veränderungen des Darms. Eine sorgfältige Diagnostik hilft daher, Morbus Crohn von anderen Darmerkrankungen abzugrenzen und den Befund zuverlässig einzuordnen.

Die Diagnostik beginnt meist mit einem ausführlichen ärztlichen Gespräch und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden Beschwerden, Verlauf, Begleitsymptome, Vorerkrankungen und mögliche familiäre Belastungen eingeordnet.

Ergänzend können Blut- und Stuhluntersuchungen wichtige Hinweise liefern, z. B. auf Entzündungen, Blutarmut, Nährstoffmängel oder Infektionen. Ein zentraler Bestandteil der Abklärung ist außerdem die Darmspiegelung. Dabei lässt sich die Darmschleimhaut direkt beurteilen. Bei Bedarf können auch Gewebeproben entnommen werden.

Abdominelle Bildgebung im Radiologischen Zentrum München als wichtiger Baustein der Diagnostik

Bei Verdacht auf Morbus Crohn oder zur Verlaufskontrolle einer bekannten chronisch-entzündlichen Darmerkrankung kann die abdominelle Bildgebung wichtige Zusatzinformationen liefern. Bei uns im Radiologischen Zentrum München kommt dafür vor allem die MRT-Untersuchung nach Sellink zum Einsatz.

Gerade der Dünndarm lässt sich mit einer Darmspiegelung nicht immer vollständig beurteilen. Die MRT nach Sellink ermöglicht es, entzündliche Veränderungen in diesem Bereich sichtbar zu machen und genauer einzuordnen.

Ein wichtiger Vorteil der MRT liegt darin, dass sie ohne Röntgenstrahlung auskommt. Das ist besonders bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn relevant, da im Verlauf häufig wiederholte Untersuchungen notwendig sein können. Die abdominelle Bildgebung im RZM unterstützt damit eine präzise Diagnostik und hilft, die weitere Behandlung fundiert zu planen.

Morbus Crohn erkennen: Wie helfen MRT-Bilder bei der Befundermittlung?

In der MRT nach Sellink lassen sich Veränderungen darstellen, die bei Morbus Crohn häufig auftreten. Dazu gehören z. B. verdickte Darmwände, eine vermehrte Kontrastmittelaufnahme entzündeter Darmabschnitte, Engstellen, Fisteln, Abszesse oder entzündliche Veränderungen im umliegenden Fettgewebe.

Für die Befundermittlung ist entscheidend, wie diese Auffälligkeiten zusammenpassen. Unsere Experten für die abdominelle Bildgebung beurteilen u. a., welche Darmabschnitte betroffen sind, ob die Veränderungen abschnittsweise auftreten, wie stark die Darmwand entzündet ist und ob Komplikationen vorliegen. Gerade dieses Zusammenspiel aus Lokalisation, Ausdehnung, Entzündungszeichen und Begleitbefunden kann den Verdacht auf Morbus Crohn erhärten.

Die MRT liefert damit wichtige Hinweise, ersetzt aber nicht die medizinische Gesamtdiagnose. Ob tatsächlich Morbus Crohn vorliegt, ergibt sich aus der Kombination mehrerer Befunde: Beschwerden, Labor- und Stuhlwerte, Darmspiegelung mit Gewebeproben und bildgebende Diagnostik.

Die radiologische Untersuchung hilft dabei, den Verdacht einzuordnen und die Aktivität der Erkrankung abzuschätzen.

Diagnostik bei Verdacht auf Morbus Crohn: Wie läuft die MRT nach Sellink ab?

Die MRT-Untersuchung dient dazu, den Dünndarm möglichst detailliert darzustellen. Vor der Untersuchung trinken Sie eine spezielle Flüssigkeit, die den Dünndarm entfaltet und die Beurteilung der Darmwände erleichtert. So können unsere Experten einzelne Darmabschnitte in der MRT besser voneinander abgrenzen.

Während der Untersuchung liegen Sie auf dem Rücken im MRT-Gerät. Je nach Fragestellung kann zusätzlich ein Kontrastmittel über die Vene verabreicht werden, um entzündliche Veränderungen noch genauer beurteilen zu können.

Nach der Bildaufnahme werten unsere Radiologinnen und Radiologen die MRT-Bilder sorgfältig aus. Der Befund kann anschließend mit den weiteren Untersuchungsergebnissen zusammengeführt werden und unterstützt die behandelnden Ärztinnen und Ärzte bei der weiteren Therapieplanung.

Darmbeschwerden: Wann ist eine MRT des Dünndarms sinnvoll?

Die spezielle radiologische Bildgebung hilft bei der Sicherung der Diagnose, wenn Beschwerden oder Vorbefunde auf eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung hinweisen. Auch wenn bereits eine Darmspiegelung erfolgt ist, kann die MRT zusätzliche Informationen liefern, insbesondere über Bereiche des Darms, die endoskopisch nicht vollständig einsehbar sind.

Bei einer bekannten Morbus-Crohn-Erkrankung unterstützt die MRT außerdem die Verlaufskontrolle. Sie hilft dabei einzuschätzen, ob Entzündungen weiterhin aktiv sind, ob sich Engstellen entwickelt haben oder ob Hinweise auf Komplikationen bestehen.

Auch vor bestimmten Therapieentscheidungen kann die MRT des Dünndarms hilfreich sein. Sie zeigt nicht nur einzelne auffällige Darmabschnitte, sondern auch deren Ausdehnung und mögliche Begleitveränderungen im umliegenden Gewebe. So entsteht ein genaueres Bild der Erkrankung, das die medizinische Gesamtbeurteilung ergänzt.

Morbus Crohn erkennen: Abklärung im Radiologischen Zentrum München

Bei Verdacht auf Morbus Crohn oder zur Verlaufskontrolle einer bekannten chronisch-entzündlichen Darmerkrankung bieten wir vom Radiologische Zentrum München die oben beschriebene spezialisierte abdominelle Bildgebung an. Mit dieser MRT-Untersuchung nach Sellink lässt sich der Dünndarm hochaufgelöst, nicht-invasiv und ohne Röntgenstrahlung darstellen.

Wenn entsprechende Beschwerden bestehen, Ihr behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt Ihnen die MRT-Sellink empfohlen hat, können Sie gerne einen Termin im Radiologischen Zentrum München vereinbaren. Dies gilt natürlich auch, wenn Ihnen bereits eine Überweisung zur MRT des Dünndarms vorliegt.

RZM München

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