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Herzmuskelerkrankung untersuchen
Herzmuskelerkrankungen umfassen verschiedene Krankheitsbilder, bei denen sich die Struktur oder Funktion des Herzmuskelgewebes verändert. Dadurch kann die Leistungsfähigkeit des Herzens beeinträchtigt werden. Je nach Form kann sich der Herzmuskel verdicken (Hypertrophie), erweitern (Dilatation) oder versteifen. Symptome wie verminderte Belastbarkeit, Brustschmerzen, Atemnot oder Flüssigkeitsansammlungen in Lunge und Beinen können auf eine Kardiomyopathie hinweisen. Um eine Herzmuskelerkrankung zu untersuchen und ihre Ursache genauer einzugrenzen, erfolgt die Basisdiagnostik bei Ihrer Kardiologin oder Ihrem Kardiologen. Dazu gehören beispielsweise ein (Langzeit-)EKG, (Langzeit-)Blutdruckmessungen und der Herzultraschall. Für die weiterführende bildgebende Diagnostik können Sie im Radiologischen Zentrum München eine Kardio-MRT oder Kardio-CT durchführen lassen.
Im Folgenden erfahren Sie, welche Formen von Herzmuskelerkrankungen es gibt und welche Informationen die weiterführende Bildgebung für die Diagnose liefern kann.

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Vereinfacht lassen sich Herzmuskelerkrankungen in zwei große Gruppen einteilen: primäre und sekundäre Kardiomyopathien. Entscheidend ist, ob die Erkrankung unmittelbar im Herzmuskel entsteht oder durch eine andere Grunderkrankung beziehungsweise äußere Einflüsse verursacht wird.
Sie betreffen den Herzmuskel selbst und entstehen direkt darin. Ursachen sind beispielsweise genetische Veränderungen, Durchblutungsstörungen oder Entzündungen des Herzmuskels. Primäre Kardiomyopathien können angeboren sein oder sich erst im Laufe des Lebens entwickeln.
Diese Form von Herzmuskelerkrankungen hat ihren Ursprung nicht im Herzen selbst, sondern entsteht durch Erkrankungen, die auch andere Organe betreffen können. Dazu gehören beispielsweise Bindegewebs-, Stoffwechsel-, Speicher- oder Autoimmunerkrankungen. Auch Alkohol, bestimmte Medikamente oder Drogen können den Herzmuskel schädigen und eine sekundäre Kardiomyopathie verursachen.
Bei der Untersuchung einer Herzmuskelerkrankung ist entscheidend, auf welche Weise sich der Herzmuskel verändert hat. Anhand von Form, Wanddicke, Beweglichkeit, Pumpleistung und Gewebebeschaffenheit lassen sich verschiedene Erscheinungsformen unterscheiden. Zu den wichtigsten gehören die dilatative, hypertrophe, restriktive und arrhythmogene Kardiomyopathie.
Dies ist eine der häufigsten Formen der Herzmuskelerkrankung. Bei der dilatativen Kardiomyopathie erweitert sich meist die linke, in einigen Fällen auch die rechte Herzkammer. Der Herzmuskel zieht sich weniger kräftig zusammen, wodurch die Pumpleistung des Herzens abnimmt.
Die Ursachen sind vielfältig. Mögliche Auslöser sind genetische Veränderungen, Entzündungen des Herzmuskels, Stoffwechsel- oder Autoimmunerkrankungen, Herzklappenerkrankungen sowie schädigende Einflüsse durch Alkohol oder bestimmte Medikamente. Da ähnliche Veränderungen auch bei einer koronaren Herzkrankheit auftreten können, ist eine genaue Abgrenzung der Ursachen wichtig.
Durch eine Verdickung des Herzmuskels, meist in der linken Herzkammer (Hypertrophie), kann die Herzkammer weniger Blut aufnehmen und in den Kreislauf pumpen. Zudem kann die Durchblutung des Herzmuskels eingeschränkt sein. Dadurch wird der Herzmuskel unter Umständen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Die Folge: Die Leistungsfähigkeit nimmt (weiter) ab. Die hypertrophe Kardiomyopathie kann zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen und das Risiko für einen plötzlichen Herztod erhöhen.
Bei dieser Form der Herzmuskelerkrankung kommt es zu einer Versteifung des Herzmuskels. Dies geschieht, weil sich schädliche Stoffwechselprodukte im Herzmuskelgewebe ablagern oder der Körper an dieser Stelle vermehrt Bindegewebe bildet. Betroffen sind meist die Herzkammern. Durch die Versteifung können sie dicker und weniger dehnbar werden. Sie können sich nicht mehr ausreichend mit Blut füllen und pumpen deshalb weniger Blut in den Kreislauf. Dadurch kann sich das Blut zurückstauen, sodass die Vorhöfe häufig deutlich vergrößert sind. Mögliche Auslöser sind Stoffwechselerkrankungen, eine Strahlentherapie oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Darüber hinaus kann eine restriktive Kardiomyopathie auch aufgrund einer genetischen Veranlagung entstehen.
Hierbei ist die rechte Herzkammer von den Veränderungen betroffen. Fett und Bindegewebe lagern sich zunehmend in die Muskulatur ein. Schließlich bildet sich Narbengewebe, weshalb sich die rechte Herzkammer immer schlechter zusammenziehen kann. Sie vergrößert sich. Dadurch kann das Herz weniger Blut in den Lungenkreislauf pumpen. Im weiteren Verlauf kann auch die linke Herzkammer betroffen sein. Die Erkrankung ist meist erblich bedingt. Beschwerden wie plötzliche Herzrhythmusstörungen – vor allem bei körperlicher Belastung – oder kurze Ohnmachtsanfälle treten oft schon im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter auf.
Auch wenn der Begriff Herzmuskelerkrankung zunächst beängstigend klingen kann, sind viele Formen gut behandelbar. Wichtig ist eine umfassende Diagnostik, denn die Therapie richtet sich danach, um welche Form der Herzmuskelerkrankung es sich handelt und wodurch sie verursacht wird.
Im Radiologischen Zentrum München sind wir unter anderem auf die kardiovaskuläre Bildgebung spezialisiert. Für die weiterführende radiologische Untersuchung des Herzens nutzen wir die Kardio-CT und Kardio-MRT.
Mit der Computertomographie können wir Ihre Herzkranzgefäße hochaufgelöst untersuchen. Dabei lassen sich insbesondere folgende Strukturen und Veränderungen darstellen:
Die Kardio-CT kann damit unter anderem klären, ob eine Erkrankung der Herzkranzgefäße als Ursache für die Schädigung des Herzmuskels infrage kommt. Die Untersuchung kann bei entsprechender Fragestellung eine schonende und nicht-invasive Alternative zur Herzkatheteruntersuchung sein.
Im Radiologischen Zentrum München steht dafür ein modernes Dual-Source-CT mit zwei Röntgenröhren zur Verfügung. Es ermöglicht besonders schnelle und hochauflösende Aufnahmen des Herzens und der Herzkranzgefäße. Zusätzlich können wir damit die Hauptschlagader und die Lungenstrombahn hochauflösend und dreidimensional darstellen.
Mehr dazu erfahren Sie auch hier: Kardio CT München
Die Magnetresonanztomographie ermöglicht uns einen detaillierten Blick in Ihren Herzmuskel. Mit der Kardio-MRT lassen sich insbesondere beurteilen:
Neben der klassischen Kardio-MRT bieten wir Ihnen auch die multiparametrische MRT des Herzens an. Damit können wir eine eventuell bestehende Herzmuskelentzündung erkennen, ihren Schweregrad beurteilen und sie von anderen strukturellen Erkrankungen des Herzmuskels abgrenzen.
Darüber hinaus lassen sich mit der MRT auch die Hauptschlagader, die Halsschlagadern sowie die Becken- und Beinarterien untersuchen. Eine hochauflösende, nicht-invasive 3D-Darstellung der Aorta und der Lungenstrombahn ist ebenfalls möglich.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Kardio MRT München
Wurde Ihnen zur weiteren Abklärung eine Kardio-MRT oder Kardio-CT empfohlen? Im Radiologischen Zentrum München untersuchen wir Ihr Herz mit moderner kardiovaskulärer Bildgebung. Termine für die Kardio-MRT und Kardio-CT bieten wir an unserem Standort in München-Pasing an.
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