Lungenerkrankungen erkennen: So hilft moderne Radiologie bei der Thoraxdiagnostik

Husten, Atemnot oder ein Druckgefühl im Brustkorb können erste Hinweise auf eine Lungenerkrankung sein. Die Symptome allein reichen jedoch meist nicht aus, um die Ursache eindeutig zu bestimmen. Um Lungenerkrankungen zu erkennen und Beschwerden genauer abzuklären, spielt die radiologische Diagnostik eine wichtige Rolle. Bildgebende Verfahren wie Röntgen und CT ermöglichen einen genauen Blick auf die Lunge, die Atemwege und weitere Strukturen im Brustraum.

So lassen sich je nach Untersuchungsverfahren unterschiedliche Veränderungen sichtbar machen und medizinisch einordnen. Ist die Ursache bekannt, kann die passende Behandlung geplant werden. Im Folgenden erfahren Sie, welche Lungenerkrankungen auftreten können und was Röntgen und CT bei ihrer Diagnose zeigen.

Welche Lungenerkrankungen gibt es?

Die Lunge arbeitet ununterbrochen. Mit jedem Atemzug versorgt sie den Körper mit Sauerstoff und unterstützt zahlreiche lebenswichtige Prozesse. Wenn sich Veränderungen im Lungengewebe oder in den Atemwegen entwickeln, kann diese Funktion jedoch gestört werden. Je nach Ursache können unterschiedliche Bereiche betroffen sein und die Beschwerden können akut oder chronisch verlaufen.

Medizinisch lassen sich die Erkrankungen in verschiedene Gruppen einteilen:

Entzündungen der Lunge gehören zu den häufigsten Ursachen für Atembeschwerden. Sie entstehen meist durch Infektionen mit Bakterien, Viren oder seltener mit Pilzen. Typische Beispiele sind die Bronchitis oder die Lungenentzündung. Dabei reagiert das Lungengewebe auf die Erreger mit einer Entzündungsreaktion, die u. a. Husten, Fieber, Schmerzen im Brustkorb oder Atemnot auslösen kann.

Bestimmte Erkrankungen können Betroffene über viele Jahre begleiten. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise Asthma bronchiale oder die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Die Atemwege verengen sich dabei dauerhaft oder reagieren empfindlich auf Reize. Auch eine chronische Bronchitis zählt zu den häufigen Erkrankungen der Atemwege.

Hierbei verändert sich das Gewebe zwischen den Lungenbläschen. Vernarbungen oder Entzündungen können die Sauerstoffaufnahme erschweren. Beispiele sind die Lungenfibrose oder Lungenerkrankungen im Zusammenhang mit bestimmten Autoimmunerkrankungen (z. B. Sarkoidose, rheumatoide Arthritis oder systemischer Lupus erythematodes).

Auch die Blutgefäße in der Lunge können betroffen sein. Eine Lungenembolie entsteht beispielsweise, wenn ein Blutgerinnsel ein Gefäß in der Lunge verstopft. Daneben können auch Erkrankungen wie die pulmonale Hypertonie auftreten, bei der der Druck in den Lungengefäßen dauerhaft erhöht ist.

Bösartige Veränderungen können sich im Lungengewebe oder in den Bronchien entwickeln. Lungenkrebs zählt weltweit zu den häufigen Tumorerkrankungen. Darüber hinaus können sich auch Metastasen anderer Tumoren in der Lunge ansiedeln. Eine frühe Diagnose kann die Behandlungsmöglichkeiten verbessern.

Lungenerkrankungen erkennen: Vor der Behandlung steht die Diagnostik

Bevor eine Behandlung beginnt, gilt es zunächst, die Ursache der Beschwerden abzuklären. Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder CT liefern dabei wichtige Hinweise. Sie zeigen Veränderungen im Lungengewebe, in den Bronchien oder an den Blutgefäßen. Die Untersuchungen helfen, beispielsweise Entzündungen, Tumoren, Flüssigkeitsansammlungen oder andere Auffälligkeiten zu erkennen und Befunde voneinander zu unterscheiden.

Welches Untersuchungsverfahren zum Einsatz kommt, hängt von der jeweiligen Fragestellung und den vorliegenden Beschwerden ab. Wir wählen die Methode individuell aus, um möglichst aussagekräftige Bilder zu erhalten. Auf dieser Grundlage lässt sich die passende Behandlung planen und einleiten.

Lungenerkrankungen erkennen: Diese radiologischen Möglichkeiten gibt es

In unserem Radiologischen Zentrum München bieten wir Ihnen folgende Untersuchungen aus der Thoraxdiagnostik:

Diese Methode liefert innerhalb weniger Minuten ein erstes Bild der Lunge, der Atemwege sowie der umgebenden Strukturen im Brustraum.

Während der Untersuchung durchdringen Röntgenstrahlen den Körper und erzeugen ein Bild des Thorax. Die verschiedenen Gewebearten erscheinen dabei unterschiedlich hell oder dunkel. Luftgefüllte Bereiche der Lunge wirken meist dunkel, während dichtere Strukturen wie Knochen, Flüssigkeit oder entzündetes Gewebe heller dargestellt werden. Dadurch lassen sich Auffälligkeiten gut erkennen.

Auf einem Röntgenbild der Lunge können je nach Ausprägung beispielsweise folgende Veränderungen sichtbar sein:

  • Lungenentzündungen
  • Flüssigkeitsansammlungen im Brustraum
  • größere Raumforderungen oder Tumoren
  • bestimmte Veränderungen bei chronischen Lungenerkrankungen wie COPD

Nicht jede Lungenerkrankung lässt sich jedoch im Röntgenbild eindeutig erkennen. Da die Untersuchung schnell durchgeführt werden kann und nur eine geringe Strahlenbelastung verursacht, wird das Thorax-Röntgen häufig als erster Schritt in der Diagnostik genutzt. Wenn sich dabei unklare Befunde zeigen oder eine genauere Beurteilung erforderlich ist, kann insbesondere eine CT der Lunge zusätzliche Informationen liefern.

Mehr dazu: Digitales Röntgen in München

Die Computertomographie (CT) erstellt hochauflösende Schichtbilder des Brustkorbs und ermöglicht einen sehr genauen Blick auf Lungengewebe, Bronchien und Blutgefäße. Sie stellt die Strukturen überlagerungsfrei dar und kann dadurch auch kleinere Veränderungen sichtbar machen, die im klassischen Röntgenbild nicht oder nur eingeschränkt zu erkennen sind.

Mit einer CT der Lunge lassen sich je nach Fragestellung unter anderem folgende Veränderungen erkennen:

  • Lungenknoten und kleinere Raumforderungen
  • Tumoren
  • Entzündungen und entzündliche Veränderungen
  • Narben und fibrotische Veränderungen des Lungengewebes
  • Veränderungen der Bronchien
  • Flüssigkeitsansammlungen im Brustraum
  • bestimmte Gefäßveränderungen, beispielsweise bei Verdacht auf eine Lungenembolie

Die CT kommt insbesondere dann infrage, wenn ein Röntgenbefund unklar ist oder eine Lungenerkrankung genauer untersucht werden soll. Durch die hohe Bildauflösung können wir Veränderungen präzise einordnen und die weitere Diagnostik oder Behandlung unterstützen.

Mehr über das Verfahren: CT in München

Lungenerkrankung erkannt: Und nun?

Wenn eine Untersuchung eine Lungenerkrankung zeigt, folgt im nächsten Schritt die Planung der weiteren Behandlung. Welche Therapie infrage kommt, hängt davon ab, welche Erkrankung vorliegt, welche Bereiche betroffen sind und wie ausgeprägt die Veränderungen sind.

Die radiologischen Bilder aus unserem RZM liefern dafür wichtige Informationen. Sie zeigen, wo sich Veränderungen im Lungengewebe befinden und wie stark diese ausgeprägt sind. Auf dieser Grundlage kann Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt die Befunde in die weitere Diagnostik einbeziehen und die passende Therapie planen.

Thoraxdiagnostik im Radiologischen Zentrum München

Im RZM verbinden wir moderne Bildgebung mit hoher Erfahrung in der Thoraxdiagnostik. Leistungsstarke Geräte für Röntgen und CT ermöglichen eine präzise Darstellung von Lunge, Bronchien und Blutgefäßen im Brustraum. So können wir unterschiedliche Lungenerkrankungen und Veränderungen im Thorax differenziert abklären.

Die Untersuchungen liefern detaillierte Aufnahmen, die Veränderungen im Lungengewebe sichtbar machen und eine genaue medizinische Einordnung unterstützen. Unsere erfahrenen Radiologinnen und Radiologen werten die Bilder sorgfältig aus und prüfen die Ergebnisse nach dem Vier-Augen-Prinzip.

Möchten Sie Beschwerden oder einen auffälligen Befund weiter abklären lassen? Vereinbaren Sie gerne einen Termin zur Thoraxdiagnostik im Radiologischen Zentrum München.

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