© Pixel-Shot / adobe.stock.com

Tattoos sind eine Kunstform und für viele Menschen schon zu einer Art Must-have geworden. Daher liegt es stark im Trend, sich tätowieren zu lassen. So kunstvoll und adrett der Körperschmuck auch ist: Die genutzten Farben können Eisen oder zumindest kleine Spuren davon enthalten.
Wenn eine radiologische Diagnostik notwendig wird, stellen sich viele Patientinnen und Patienten die Frage, ob ein MRT trotz Tattoo möglich ist – schließlich beruht die MRT auf einem starken Magnetfeld. In diesem Artikel erfahren Sie mehr dazu.

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Die Magnetresonanztomographie kann bei tätowierten Personen grundsätzlich problemlos erfolgen. Zur Sicherheit müssten Sie vorab einige Aspekte mit uns klären.
Soweit möglich, sollten Sie uns über die Inhaltsstoffe Ihrer Tattoo-Farben informieren. Tattoos, die vor 1990 gestochen wurden, können Farben mit magnetisch aktiven Inhaltsstoffen wie Eisenhydroxid, Eisencarbonat oder Eisenoxid enthalten. Seit den 1990er-Jahren verwenden Tätowierer andere Farben, die in der Regel keine oder nur sehr wenige magnetische Inhaltsstoffe beinhalten. Somit sind diese auch für eine MRT geeignet. Doch Achtung: Die Verwendung magnetisch wirkender Substanzen ist in Tattoo-Farben nicht gänzlich untersagt. Weiße, rote und blaue Farben können eisenhaltige Stoffe enthalten, wenn auch in sehr geringen Mengen. In sehr seltenen Fällen können diese Farben die MRT-Untersuchung beeinträchtigen.
Die Stelle, an der das Tattoo gestochen ist, und seine Größe können eine MRT-Untersuchung ebenfalls beeinflussen. Es kann vorkommen, dass Tattoos, die im Bereich der Körperstelle liegen, die untersucht werden soll, zu Störungen der Bildgebung führen. Auch besonders großflächige Tattoos im Bereich des zu untersuchenden Körperbereichs können unter Umständen Probleme bereiten. Aber: Tätowierungen an den Körperbereichen, die nicht untersucht werden sollen, machen keine Schwierigkeiten.
Tätowierungen sind nicht gleich Tätowierungen. Vor allem beim Thema MRT kann es Unterschiede machen, ob es sich um ein klassisches Tattoo oder Permanent Make-up (PMU) handelt.
Bei Tattoos werden die Farbpigmente tiefer in die mittlere Hautschicht (Dermis) eingebracht – deshalb halten sie dauerhaft. Permanent Make-up hingegen wird oberflächlicher gestochen und verblasst mit der Zeit wieder. Die geringere Tiefe bedeutet jedoch nicht automatisch ein geringeres Risiko bei einer MRT – entscheidend ist vor allem die Zusammensetzung der Farbe.
Ein wichtiger Unterschied liegt in den verwendeten Farbpigmenten. Vor allem bei älteren PMU-Farben können Eisenoxide oder andere metallhaltige Stoffe enthalten sein. Diese reagieren im Magnetfeld der MRT potenziell mit Wärmeentwicklung oder Hautreizungen. Klassische Tattoos können ebenfalls solche Pigmente enthalten, meist ist das Risiko hier aber geringer.
Ein weiterer Aspekt: Permanent Make-up kann auf MRT-Bildern sogenannte Artefakte verursachen – also kleine Bildstörungen. Besonders relevant ist das bei Aufnahmen im Kopfbereich, etwa bei Augen-MRTs oder Untersuchungen des Gehirns. Auch hier gilt: Wer PMU trägt, sollte das im Vorgespräch immer angeben.
Sie sehen: Permanent Make-up unterscheidet sich in mehreren Punkten von klassischen Tattoos – insbesondere, was die verwendeten Pigmente betrifft. Auch wenn Reaktionen bei einer MRT selten sind, ist es wichtig, mit uns über vorhandenes Permanent Make-up zu sprechen. So können wir gegebenenfalls gezielt auf mögliche Risiken eingehen und die Bildgebung optimal anpassen.
Optik und Beschaffenheit Ihrer Tätowierung bleiben von der MRT-Untersuchung unbeeinflusst. Die Magnetresonanztomographie wirkt sich nicht auf Ihre Tattoos aus und beschädigt diese nicht.
Es gilt nur, bei frisch gestochenen Tätowierungen vorsichtig zu sein. Während der ersten sechs Wochen sollte – falls möglich – keine MRT durchgeführt werden. Dies hängt damit zusammen, dass beim Tätowieren oberflächliche Zellen der Haut sowie der Kontakt von Zelle zu Zelle vorübergehend beeinträchtigt werden. Die Folge: Frisch gestochene Motive können durch das Magnetfeld möglicherweise verlaufen.
Sie sehen: Tätowierte Personen können sich in den allermeisten Fällen nebenwirkungsfrei und ohne Einschränkungen per MRT untersuchen lassen. Machen Sie uns jedoch vor Ihrer Magnetresonanztomographie auf Ihr Tattoo aufmerksam.
Wir gelten als Spezialpraxis für Radiologie in München und führen unsere Untersuchungen ausschließlich mit modernster Technik durch. Die MRT-Geräte, die wir an den verschiedenen RZM-Standorten nutzen, haben eine deutlich breitere und kürzere Öffnung als konventionelle Magnettomographen. Sie spüren somit kaum etwas von dem typischen Engegefühl. In vielen Fällen muss Ihr Kopf sogar nicht einmal mit in die Röhre. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auch hier: Halboffenes MRT München
Sie möchten eine MRT-Untersuchung vereinbaren und tragen ein Tattoo oder Permanent Make-up? Informieren Sie unser Team bei der Terminvereinbarung darüber. So können wir mögliche Besonderheiten vorab berücksichtigen und die Untersuchung entsprechend vorbereiten.
Sie möchten eine Untersuchung im Radiologischen Zentrum München vereinbaren? Nutzen Sie unsere Online-Terminbuchung.
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