© coffeekai / elements.envato.com

Demenz Diagnostik München
rzm-Demenz-Diagnostik
Demenz ist eine anhaltende oder fortschreitende Beeinträchtigung des Gedächtnisses, des Denkens oder anderer Hirnleistungen. Die Ursachen sind vielfältig und es existieren verschiedene Formen von Demenzen. Dazu gehören z. B. die Alzheimer-Krankheit und die vaskuläre Demenz. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft liegt die Zahl der Menschen mit Demenz ab 65 Jahren bei etwa 1,7 Millionen.
Wichtig für die Betroffenen ist die möglichst genaue und frühe Diagnosestellung. Vermutet die Ärztin oder der Arzt eine Demenz, so wird sie/er zunächst bestimmte kognitive Testungen durchführen. Im zweiten Schritt der Demenzdiagnostik sind bildgebende Verfahren sinnvoll, um strukturelle Veränderungen im Gehirn sichtbar zu machen und mögliche Ursachen der Beschwerden genauer einzuordnen.
In unserem Radiologischen Zentrum München bieten wir Ihnen zu diesem Zweck die hochauflösende MRT des Gehirns sowie die CT an.

© coffeekai / elements.envato.com
Bei Demenz handelt es sich um einen Überbegriff für verschiedene Erkrankungen. Sie führen zu einem Verlust höherer kognitiver Funktionen. Es ist nicht DIE EINE Erkrankung; es ist vielmehr das gemeinsame Auftreten bestimmter Symptome verschiedener Ursachen. Daher spricht man in diesem Zusammenhang auch von dem demenziellen Syndrom.
Demenz ist keine normale Folge des Alterns und kann mehr als 50 Krankheitsformen haben. Alle haben gemeinsam, dass bei ihnen das Gedächtnis, Denken und andere Hirnleistungen anhaltend oder fortschreitend beeinträchtigt sind. In vielen Fällen kommen weitere Symptome hinzu – z. B. im zwischenmenschlichen Verhalten.
Demenzsymptome sind die Hauptmerkmale der Erkrankung
Alle Demenzformen, die eigenständige Krankheiten sind, werden unter dem Begriff „primäre Demenzen“ zusammengefasst. Der Ursprung der jeweiligen Beschwerden liegt direkt im Gehirn bzw. im Verlust von Nervenzellen durch sogenannte „neurodegenerative Prozesse“. Dabei verändern sich je nach Demenzform unterschiedliche Strukturen und Prozesse im Gehirn.
Beispiele für Formen primärer Demenz sind:
Bei dieser Demenzform kommt es in bestimmten Hirnregionen zu Ablagerungen von Beta-Amyloid und weiteren krankhaften Eiweißveränderungen, die mit einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen einhergehen. Die Alzheimer-Krankheit ist durch fortschreitende Gedächtnisstörungen, kognitive Beeinträchtigungen und Veränderungen im Verhalten gekennzeichnet. Typische strukturelle Veränderungen zeigen sich unter anderem im Bereich des Hippocampus und des Temporallappens.
Diese Form der Demenz entsteht aufgrund von fortschreitenden Durchblutungsstörungen im Gehirn, die zu Schäden an den Hirngefäßen führen. Eine Hauptursache kann ein erhöhter Blutdruck sein. Symptome sind meist Gedächtnisverlust, Probleme mit der Aufmerksamkeit und Veränderungen im Denkvermögen.
Hierbei bilden sich abnormal geformte Proteinablagerungen im Gehirn, sogenannte Lewy-Körper. Die Symptome umfassen Schwankungen im Denkvermögen, visuelle Halluzinationen und motorische Probleme.
Bei dieser Form der Demenz sind in erster Linie die Regionen des Frontal- und Temporallappens des Gehirns geschädigt. Sie äußert sich durch Veränderungen im Verhalten, der Persönlichkeit und der Sprache.
Symptome treten als Folge einer Erkrankung auf
Bei sekundären Demenzen sind die Symptome nicht die primären Merkmale der Erkrankung, sondern treten als Aus- oder „Nebenwirkungen“ anderer Faktoren auf. Es gibt verschiedene medizinische Zustände, die zu dem klinischen Bild einer sekundären Demenz führen können. Die Behandlung zielt dann darauf ab, die zugrunde liegende Ursache zu therapieren oder zu kontrollieren, um die Demenzsymptome zu lindern oder zu verlangsamen. Gerade bei sekundären Demenzen ist eine genaue Ursachenabklärung wichtig, da einige Auslöser behandelbar sind. Die MRT des Gehirns kann dabei helfen, strukturelle Veränderungen oder andere mögliche Ursachen der Beschwerden zu erkennen.
Beispiele für Formen sekundärer Demenz sind:
Menschen mit fortgeschrittener HIV-Infektion können Probleme mit ihrem Gedächtnis, ihrer Aufmerksamkeit, der Koordination und der Sprache bekommen.
Langfristiger und übermäßiger Alkoholkonsum kann ebenfalls zu demenziellen Symptomen führen. Infolge des Alkoholmissbrauchs treten in diesem Fall Gedächtnisverlust, Beeinträchtigungen des Denkvermögens, Probleme mit der Koordination und Veränderungen im Verhalten auf.
Eine traumatische Hirnverletzung, wie sie bei Unfällen auftreten kann, kann ebenfalls zu demenziellen Symptomen führen. Sie variieren je nach Schwere der Verletzung und können Gedächtnisverlust, Probleme mit der Aufmerksamkeit, Beeinträchtigungen des Denkvermögens und Verhaltensänderungen umfassen.
Es gibt jedoch auch noch andere medizinische Zustände, die zu einer sekundären Demenz führen können, so z. B. bestimmte Infektionen, Hormonstörungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten.

Manchmal treten auch verschiedene Demenzformen gemeinsam auf. Die häufigste Mischform ist die Kombination von Alzheimer- und vaskulärer Demenz, bei der sich die Symptome beider Erkrankungen gegenseitig überlagern können. Es können auch Mischformen mit anderen neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder der Lewy-Körper-Demenz auftreten.
Die genaue Diagnose und Behandlung solcher Mischformen erfordern eine umfassende Bewertung der Symptome und spezialisierte bildgebende Untersuchungen, wie z. B. mit der MRT. Dabei lassen sich sowohl typische Muster des Hirnabbaus als auch gefäßbedingte Veränderungen im Gehirn beurteilen. Es gibt häufig verschieden starke Ausprägungen dieser Mischformen, daher erfordert jeder Fall eine individuelle Herangehensweise.
Wenn Sie oder Ihre Angehörigen bemerken, dass Sie immer vergesslicher werden, Ihre Urteilsfähigkeit beeinträchtigt ist, Sie Sprach- und Kommunikationsprobleme haben, öfter desorientiert sind oder Probleme beim Verrichten alltäglicher Aufgaben bemerken, stellen Sie sich bitte Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt vor.
Wenn Sie die genannten Symptome bei einem Familienmitglied oder jemandem aus Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis bemerken, ermuntern Sie die betroffene Person, diese medizinisch abklären zu lassen.
Nach der Anamnese folgen die ersten Schritte der Diagnostik. Anhand verschiedener kognitiver Tests kann sich der Verdacht auf Demenz erhärten. Solche Tests überprüfen beispielsweise Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Orientierung und Sprache. Um den Befund weiter abzuklären und mögliche Ursachen der Beschwerden einzuordnen, ist die neuroradiologische Bildgebung ein wichtiger Bestandteil der Demenzdiagnostik.
Im RZM sind wir u. a. auf die sogenannte Neuroradiologie spezialisiert. Unsere Ärztinnen und Ärzte sind speziell geschult in der Diagnostik z. B. von Demenz.
Die Magnetresonanztomographie (MRT) spielt bei der Demenzdiagnostik eine wichtige Rolle, da sie strukturelle Veränderungen im Gehirn sichtbar machen kann. Diese Veränderungen können uns Hinweise auf typische Veränderungsmuster bei verschiedenen Demenzformen liefern, einschließlich Alzheimer-Krankheit, vaskulärer Demenz und frontotemporaler Demenz.
Im MRT können wir Abweichungen in bestimmten Gehirnregionen sehr früh identifizieren, die mit dem Fortschreiten der Demenzerkrankung in Verbindung stehen, z. B. eine Schrumpfung des Gehirnvolumens, Veränderungen im Hippocampus oder Anzeichen von Gefäßschäden im Gehirn. Im RZM verwenden wir in ausgewählten Fällen eine KI-basierte Volumetrie-Software, die uns bei der Diagnosesicherung und auch bei der Beurteilung des Verlaufs unterstützt. Dabei lassen sich Volumenveränderungen bestimmter Hirnregionen objektiv erfassen und mit Referenzwerten vergleichen.
Zusätzlich kann die MRT auch dazu beitragen, andere mögliche Ursachen von kognitiven Beeinträchtigungen auszuschließen. Die MRT hat in der aktuellen S3-Leitlinie einen wichtigen Stellenwert in der strukturellen Demenzdiagnostik; das Hippocampusvolumen kann dabei ergänzende Informationen liefern.
Die Computertomographie (CT) ist ein weiteres bildgebendes Verfahren, das wir bei der Diagnostik von Demenz einsetzen können. Ähnlich wie die MRT liefert auch die CT detaillierte Bilder des Gehirns, um strukturelle Veränderungen zu erkennen. Für die strukturelle Demenzdiagnostik ist die MRT jedoch in der Regel das bevorzugte Verfahren.
Die CT nutzt Röntgenstrahlen, um Schnittbilder des Gehirns aus verschiedenen Blickwinkeln zu erstellen. Die Untersuchung ist besonders nützlich, um strukturelle Veränderungen im Schädel, insbesondere Blutungen, zu erkennen. Auch ausgeprägte Gefäßveränderungen, größere Infarkte oder andere Auffälligkeiten können sich in der CT darstellen. Auch für Patientinnen und Patienten, bei denen wir keine MRT-Untersuchungen durchführen können, bietet die CT-Diagnostik eine Alternative. Das gilt z. B. bei bestimmten nicht MRT-geeigneten Implantaten oder wenn eine deutlich kürzere Untersuchungsdauer erforderlich ist.
Wurde Ihnen zur weiteren Abklärung einer möglichen Demenzerkrankung eine MRT oder CT des Gehirns empfohlen? Im Radiologischen Zentrum München profitieren Sie von spezialisierter neuroradiologischer Erfahrung in der Beurteilung von Erkrankungen und Veränderungen des Gehirns.
Vereinbaren Sie Ihren Termin und bringen Sie vorhandene Vorbefunde bitte mit.
Sie möchten eine Untersuchung im Radiologischen Zentrum München vereinbaren? Nutzen Sie unsere Online-Terminbuchung.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen