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Welche Krankheiten kann man in der MRT erkennen
Wenn Schwindel immer wiederkehrt, Kopfschmerzen über Wochen anhalten oder Rückenschmerzen trotz Behandlung nicht nachlassen, suchen viele Betroffene nach einer klaren Ursache. Blutwerte, Röntgen oder Ultraschall liefern dann nicht immer eindeutige Ergebnisse.
Die Magnetresonanztomografie eröffnet in solchen Fällen einen tieferen Blick in den Körper und macht Strukturen sichtbar, die anderen Verfahren entgehen können. Doch welche Krankheiten kann man genau in der MRT erkennen, wenn Beschwerden über längere Zeit bestehen?

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Die Magnetresonanztomografie (MRT) nutzt ein starkes Magnetfeld und Radiowellen, um Aufnahmen des Körpers zu erzeugen. Dabei reagieren vor allem die Wasserstoffatome im Körpergewebe auf das Magnetfeld. Durch kurze Impulse geraten sie in Bewegung und senden beim Zurückkehren feine Signale aus.
Spezielle Spulen nehmen diese Signale auf und geben sie an einen Computer weiter. Dieser berechnet, aus welchem Bereich des Körpers die Signale stammen und wie stark sie sind. Um das möglich zu machen, verändert das Gerät das Magnetfeld während der Untersuchung minimal. So lässt sich genau bestimmen, an welcher Stelle im Körper ein Signal entsteht.
Setzt der Computer all diese Informationen zusammen, entsteht ein Schnittbild – ähnlich wie bei einem Puzzle, bei dem viele kleine Teile ein klares Gesamtbild ergeben. Auf diesen Aufnahmen können wir erkennen, ob Organe, Gefäße oder Gelenke unauffällig aussehen oder ob krankhafte Befunde vorliegen. Veränderungen zeigen sich z. B. dadurch, dass bestimmte Bereiche heller oder dunkler wirken, von ihrer normalen Form abweichen oder Kontrastmittel anders aufnehmen als gesundes Gewebe.
Je nach Fragestellung lassen sich mit der Magnetresonanztomographie sehr unterschiedliche Bereiche des Körpers untersuchen:
Wenn es um präzise Diagnosen geht, ist die Magnetresonanztomographie ein echtes Multitalent. Sie zeigt nicht nur die großen Strukturen des Körpers, sondern macht auch kleinste Veränderungen sichtbar. Entzündungen, frische oder alte Verletzungen, Durchblutungsstörungen, Tumoren oder Veränderungen an Gelenken und Organen lassen sich zuverlässig darstellen. Genau diese Vielseitigkeit macht die MRT zu einem der wichtigsten Verfahren in der modernen Medizin.
Welche Krankheiten kann man aber nun genau in der MRT erkennen? Damit Sie einen besseren Überblick bekommen, haben wir die häufigsten Befunde in verschiedene Fachbereiche gegliedert:
Ein sog. Apoplex entsteht, wenn Teile des Gehirns nicht mehr ausreichend durchblutet werden oder eine Blutung vorliegt.
Per MRT lassen sich Durchblutungsstörungen schon in den ersten Stunden darstellen: In speziellen Sequenzen wirken betroffene Areale heller, weil das geschädigte Gewebe Wasser anders speichert. Eine Blutung zeigt sich dagegen durch typische Farbunterschiede, die klar von gesundem Gewebe abgrenzbar sind.
So erkennen wir, ob es sich um eine Mangeldurchblutung oder um eine Blutung handelt und welche Hirnregion genau betroffen ist.
MS ist eine chronische Entzündung, bei der die schützenden Hüllen der Nerven im Gehirn und Rückenmark geschädigt werden. Die typischen Entzündungsherde („Läsionen“) erscheinen in der Bildgebung als helle, klar abgrenzbare Flecken im Nervengewebe. Je nach Stadium können diese in unterschiedlichen Regionen des Gehirns oder entlang des Rückenmarks auftreten.
Mit Kontrastmittel können wir zudem erkennen, ob es sich um frische, aktive Entzündungen oder ältere, vernarbte Herde handelt. So liefert uns die Untersuchung wichtige Hinweise auf Krankheitsaktivität und Verlauf.
In den Aufnahmen erscheinen Entzündungen meist als helle Bereiche innerhalb des Rückenmarks, die sich klar vom gesunden Gewebe abgrenzen.
Blutungen zeigen sich je nach Stadium in unterschiedlichen Farbnuancen, die Rückschlüsse auf ihr Alter erlauben.
Verletzungen durch Unfälle oder Bandscheibenvorfälle lassen sich ebenfalls erkennen, weil Druck auf das Rückenmark oder Unterbrechungen der Nervenbahnen deutlich sichtbar werden. So liefert die radiologische Diagnostik wichtige Informationen über Ausmaß und Ursache der Schädigung.
Alzheimer oder andere Demenzformen gehen mit typischen Veränderungen im Gehirn einher.
In der MRT zeigt sich das unter anderem durch eine Verkleinerung (Atrophie) bestimmter Hirnregionen, vergrößerte Hirnkammern oder Auffälligkeiten in der Durchblutung. Diese Befunde unterstützen die Diagnose und helfen, verschiedene Demenzformen voneinander zu unterscheiden.
Bei einem Diskusprolaps tritt Gewebe der Bandscheibe aus und drückt auf Nerven oder das Rückenmark. Auf den MRT-Bildern zeigt sich vorgewölbtes oder ausgetretenes Bandscheibengewebe als deutlich dunkler oder heller als die normale Struktur.
Daran können wir die genaue Lage und das Ausmaß des Vorfalls sowie mögliche Nervenkompressionen erkennen.
Knorpel überziehen die Gelenkflächen und ermöglichen eine reibungsfreie Bewegung. Bei Arthrose oder Verletzungen verliert der Knorpel an Substanz.
Die betroffenen Stellen sehen in der Bildgebung unregelmäßig oder dünner aus, teils mit entzündlichen Veränderungen im angrenzenden Knochen.
Dadurch können wir den Schweregrad einer Arthrose zuverlässig einschätzen.
Risse oder Überdehnungen von Bändern und Sehnen führen zu Instabilität und Schmerzen. Sind sie gesund, sehen sie auf den MRT-Bildern gleichmäßig aus.
Ist diese Struktur unterbrochen oder sammelt sich Flüssigkeit in der Umgebung an, spricht das für eine Verletzung. Auch Meniskusschäden im Knie zeigen sich als Einrisse oder Veränderungen in Form und Struktur.
Entzündliche Prozesse können Schwellungen, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen verursachen.
In der MRT fallen sie durch helle Signalveränderungen auf, die auf Flüssigkeit, Durchblutung oder entzündliche Aktivität hindeuten. Dadurch lassen sich selbst frühe Stadien von Entzündungen erkennen.
Wenn Teile des Herzmuskels nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden, spricht man von einer Ischämie.
Das betroffene Areal zeigt in diesem Fall in den Schnittbildern deutlich veränderte Signalintensitäten und eine eingeschränkte Beweglichkeit der Herzwand. Mit Kontrastmittel können wir zudem sichtbar machen, ob bereits Narbengewebe entstanden ist.
Angeborene oder erworbene Herzfehler sowie defekte Herzklappen führen zu veränderter Pumpfunktion und verändertem Blutfluss.
In der MRT zeigt sich dies unter anderem durch Auffälligkeiten in der Größe der Herzkammern oder durch Rückfluss von Blut an den Klappen. So lassen sich Schweregrad und Auswirkungen genau beurteilen – eine gute Alternative zur invasiven Vorgehensweise per Herzkatheter.
Ein Aneurysma ist eine ballonartige Erweiterung einer Arterie. Die Gefäßwand ist an dieser Stelle geschwächt und weniger stabil. Dadurch steigt das Risiko, dass sie einreißt und es zu einer lebensbedrohlichen inneren Blutung kommt.
Die Aussackung ist in der Bildgebung deutlich erkennbar. Dadurch können wir Größe, Lage, Form und Gefährlichkeit exakt bestimmen.
Arterien können sich durch Ablagerungen (Plaques) verengen oder entzünden. Solche Stellen erscheinen in der Magnetresonanztomographie als Einengungen oder unregelmäßige Wandverdickungen.
Dadurch lassen sich Durchblutungsstörungen frühzeitig diagnostizieren.
Die Leber übernimmt zentrale Aufgaben im Stoffwechsel. Veränderungen wie eine Fettleber oder entzündliche Prozesse lassen sich durch Unterschiede in der Signalintensität und im Kontrastmittelverhalten diagnostizieren.
Auf diese Weise können wir zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen unterscheiden.
Eine akute oder chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse zeigt sich in der MRT durch Schwellungen, Flüssigkeitsansammlungen oder Veränderungen im umliegenden Gewebe.
Zysten erscheinen als klar abgegrenzte, flüssigkeitsgefüllte Hohlräume.
Zysten, Tumoren oder Entzündungen der Nieren lassen sich in der MRT ebenfalls deutlich darstellen.
Auch Abflussstörungen im Harntrakt werden sichtbar, weil die Nieren gestaut wirken bzw. Flüssigkeit zurückgehalten wird.
Bei diesen Befunden handelt es sich um Entzündungen der Darmwände.
Die MRT zeigt solche Veränderungen als Verdickungen, Kontrastmittelanreicherungen oder entzündliche Flüssigkeitsansammlungen.
Bei Frauen lassen sich Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter detailliert untersuchen. Myome erscheinen als klar abgegrenzte Knoten in der Gebärmutterwand, Zysten der Eierstöcke als flüssigkeitsgefüllte Hohlräume mit typischem Signalverhalten. Auch Endometrioseherde sind in vielen Fällen erkennbar.
Bei Männern ermöglicht die MRT eine genaue Beurteilung der Prostata. Tumoren zeigen sich dort als signalveränderte Areale, die sich vom gesunden Gewebe unterscheiden. Zusätzlich kann die MRT Hinweise auf die Ausbreitung einer Erkrankung in angrenzendes Gewebe liefern.
Bösartige Tumoren unterscheiden sich im Gewebeaufbau deutlich von gesundem Gewebe. Sie erscheinen als auffällige, oft unregelmäßig begrenzte Areale.
Mit Kontrastmittel lässt sich zusätzlich erkennen, wie stark ein Tumor durchblutet ist – ein Hinweis auf seine Aktivität.
Tochtergeschwülste, die sich von einem ursprünglichen Tumor ausbreiten, treten häufig in Organen wie Leber, Lunge, Gehirn oder Knochen auf.
Die MRT macht Größe, Zahl und genaue Lage der Metastasen sichtbar, sodass wir das Ausmaß der Erkrankung einschätzen können.
Nach einer Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie hilft die MRT dabei, den Erfolg der Behandlung zu beurteilen.
Sie zeigt, ob Tumorreste vorhanden sind, ob sich Narbengewebe gebildet hat oder ob ein Tumor wieder wächst.
In speziellen Fällen kommt die MRT auch zur Vorsorge oder Früherkennung zum Einsatz, etwa bei familiär erhöhtem Brustkrebsrisiko.
Veränderungen im Brustgewebe werden durch die hohe Detailgenauigkeit frühzeitig sichtbar.
Das Radiologische Zentrum München verbindet modernste MRT-Technik mit höchster diagnostischer Kompetenz. Fünf leistungsstarke Geräte, darunter 3-Tesla-Systeme, liefern Bilder in exzellenter Qualität – und das dank halboffener Bauweise in besonders patientenfreundlicher Atmosphäre.
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